Freundschaftsstadt 湯沢市
Yuzawa, das südliche Tor nach Akita
Yuzawa liegt im äußersten Südosten der Präfektur Akita im Norden der Hauptinsel Honshū, eingebettet zwischen Bergen an der Grenze zu Yamagata und Miyagi. Der Name verbindet die Schriftzeichen für heißes Wasser und Bergbach, und das passt: Die Region ist reich an heißen Quellen und setzt auf Erdwärme zur Stromgewinnung.
Die Stadt lebt von Landwirtschaft, vor allem Reis, und vom Sakebrauen. Yuzawa gilt als Geburtsort der Heian-Dichterin Ono no Komachi. Nach dem Zusammenschluss mit Ogachi, Inakawa und Minase gehören vier Oberschulen, sieben Mittelschulen und 19 Grundschulen zur Stadt. Schulzahlen prüfen
Seit 2006 bekräftigt eine Freundschaftsurkunde die Verbindung. In Yuzawa erinnert eine Siegburg-Straße an uns, in Siegburg der Yuzawa-Weg am Anno-Gymnasium.
Typisch Yuzawa
Inaniwa-Udon
Dünne, von Hand gezogene Nudeln aus dem Ortsteil Inaniwa, seit der Edo-Zeit kaum verändert. Sie zählen zu den drei bekanntesten Udon-Sorten Japans.
Kawatsura-Lackwaren
Rund 800 Jahre Tradition: Ursprünglich lackierten Bauern Waffen, heute entstehen Schalen, Teller und Tabletts. Staatlich anerkanntes traditionelles Handwerk.
Brauerstadt
Etwa 70 Prozent des Sake aus der Präfektur Akita stammen aus Yuzawa. Mehrere Brauereien arbeiten bis heute vor Ort.
Inukko Matsuri
Schneefest mit kleinen Hunden und Schreinen aus Schnee, mit Feuerwerk und Akita-Hunden, die durch die Straßen geführt werden.
Tanabata Ezōrō
Hunderte Papierlaternen mit Bildern schöner Frauen im Ukiyo-e-Stil hängen in den Straßen und leuchten in den Sommernächten.
Daimyō-Umzug
Beim Fest des Atago-Schreins ziehen Menschen in historischen Gewändern als Fürstenprozession durch die Stadt.
Aus Yuzawa zu Gast 着物
Die Kimono-Gruppe Muratake
In Yuzawa leitet Tomoko Sato eine Schule für Kimono und traditionelle Anstandslehre. Ihre Gruppe Muratake reist seit 2002 regelmäßig nach Siegburg und zeigt, wie der Kimono zu Festen und Lebensstationen getragen wird, von der ersten Segnung im Tempel bis zum Universitätsabschluss.
Ein Kimono wird aus einer rund 13 Meter langen und 40 Zentimeter breiten Stoffbahn genäht. Ein Markenzeichen der Gruppe sind Blüten, die aus dem Obi gefaltet werden.

